Beauftragung und Kosten eines Sachverständigen

Beauftragung und Kosten eines Sachverständigen

Was ist ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger?

Die öffentliche Bestellung von Sachverständigen ist in § 36 GewO geregelt, wobei das Landesrecht die bestellende Einrichtung bestimmt. In allen Bundesländern sind die Industrie- und Handelskammern für die Mehrzahl der Sachgebiete zuständig. Daneben bestellen auch Architekten- und Ingenieurskammern Sachverständige. „Die öffentliche Bestellung hat den Zweck, Gerichten, Behörden und Öffentlichkeit besonders sachkundige und persönlich geeignete Sachverständige zur Verfügung zu stellen, deren Aussagen besonders glaubhaft sind“ (§ 2 Muster-SVO DIHK).

Die Eignung hat Dr. Fichtner in einem aufwendigen Zulassungsverfahren nachgewiesen. Hierbei hatte er neben überdurchschnittlichen Fachkenntnissen auch zu belegen, dass keine Einwände gegen seine persönliche Integrität bestehen. Per Eid hat er sich verpflichtet, seine Aufgaben unabhängig, weisungsfrei, persönlich, gewissenhaft und unparteiisch zu erfüllen und Gutachten nach bestem Wissen und Gewissen zu erstatten. Die Bezeichnung „öffentlich bestellter Sachverständiger“ ist gesetzlich geschützt (§ 132a Abs. 1 Nr. 3 StGB), um eine eindeutige Abgrenzung zu anderen Gutachtern und Sachverständigen zu schaffen.

Welche Vorteile bietet die Beauftragung eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen?

Aufgrund der zunehmenden Komplexität von Kapitalmarktprodukten ist es immer schwieriger alle finanzmathematischen und -wirtschaftlichen Aspekte eines Sachverhalts zu berücksichtigen. Mit der Beauftragung eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen erhalten Sie Unterstützung die den anspruchsvollen Grundsätzen der Sachverständigenordnung genügt.

Für gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen bietet die Hinzuziehung eines öffentlich bestellten Sachverständigen erhebliche Vorteile, da dies eine mühevolle Nachprüfung der fachlichen und persönlichen Eignung erspart. Damit steigt die Chance, dass die Gegenseite das Gutachten als Entscheidungsgrundlage akzeptiert. Entsprechend sind öffentlich bestellte Sachverständige in Gerichtsverfahren bevorzugt zur Gutachtenerstattung heranzuziehen.

Wer kann einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen beauftragen?

Die Beauftragung eines Sachverständigengutachtens kann sowohl durch Gerichte und Staatsanwaltschaften als auch durch Rechtsanwaltskanzleien oder private Auftraggeber/innen erfolgen.

Die Beauftragung kann außergerichtlich erfolgen: Dr. Andreas Fichtner kann Sie als ö.b.u.v. Sachverständiger bereits im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit einem beratenden Gespräch, einer kurzen Stellungnahme oder einem Gutachten unterstützen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, Argumente für Vergleichsverhandlungen zu sammeln und so womöglich ein langwieriges und teureres Verfahren zu vermeiden.

Die Beauftragung kann im Gerichtsverfahren erfolgen: Selbstverständlich können sie Dr. Fichtner auch als Parteigutachter in einem laufenden Verfahren anfragen oder ihn Gerichtsgutachter vorschlagen.

Wie erfolgt die Beauftragung?

  • Private Beauftragung (Privatgutachten, private Beratung): Wenn Sie selbst ein Gutachten beauftragen möchten oder eine Beratung benötigen, steht Ihnen Dr. Fichtner für eine kostenfreie Erstsichtung Ihrer Unterlagen bzw. einem ersten Beratungsgespräch zur Verfügung. Danach können alle Möglichkeiten individuell besprochen und die Vergütung sowie der Bearbeitungszeitraum vereinbart werden.
  • Beauftragung als Parteigutachter: Wenn Sie sich bereits in einem laufenden Vergleichs- oder Gerichtsverfahren befinden, können Sie Dr. Fichtner ebenfalls beauftragen. Auch hier werden in einem kostenfreien Erstgespräch die Möglichkeiten besprochen und ein individuelles Angebot für Sie gefertigt.
  • Beauftragung als Gerichtsgutachter: Die Beauftragung als Gerichtsgutachter erfolgt auf Grundlage eines Beweisbeschlusses des/der zuständigen Richter/in. Dabei ist eine vorherige Einsicht aller prozessrelevanten Unterlagen sinnvoll, damit eine verbindliche Aussage zum Bearbeitungsumfang, -zeitraum und -preis getroffen werden kann.

Welche Kosten entstehen bei einer Beauftragung?

Bei der Beauftragung durch ein Gericht oder die Staatsanwaltschaft (Gerichtsgutachten), erfolgt die Vergütung nach den im Justizvergütungs- und –entschädigungsgesetz (JVEG) festgesetzten Stundensätzen.

Bei einer privaten Beauftragung wird die Vergütung frei vereinbart. Nach einer unverbindlichen Erstsichtung des Sachverhalts unterbreitet Ihnen Dr. Fichtner gern ein Angebot. Hierbei sind auch Pauschalpreisvereinbarungen möglich.

Weiterführende Informationen: